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Erziehung zu umweltbewußtem Fahrverhalten Zwar wissen wir von den vielen Verkehrsopfern, wissen also und erfahren täglich, wie unsicher das Auto unsere Straßen macht. Wir merken auch, wie wenig das Auto uns nützt, wenn wir im Stau stehen oder keinen Parkplatz finden können. Trotzdem wollen die meisten von uns aufs Auto (noch) nicht verzichten. Inzwischen weiß nun auch jeder, daß Autos die Umwelt belasten. Nur wenigen allerdings ist klar, wie sehr, in welch immensem Ausmaß sie die Umwelt belasten. Das Auto ist das Verkehrsmittel Nr. 1 und - das Umweltproblem Nr. 1. Es hat von allen Verkehrsmitteln den höchsten Anteil an der Umweltverschmutzung, schafft die meisten Lärmprobleme und hat - mit Ausnahme des Luftverkehrs - den weitaus größten Energiebedarf pro Person. Nun trägt moderne Technik zwar zur Verringerung des Verkehrslärms und der Schadstoffemissionen bei. Das ändert aber nichts an den CO2-Emissionen, durch die unser Klima bedrohlich verändert wird, und diese CO2-Emissionen werden zu fast einem Fünftel durch Autos verursacht. Von entscheidender Bedeutung für die Verringerung von Umweltschäden durch den Kraftfahrzeugverkehr ist daher unser Verhalten als Verkehrsteilnehmer und als Fahrer.
Umweltbewußt verhält sich, wer - wo immer möglich - sein Auto stehen läßt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln (weiter-)fährt oder das Fahrrad benutzt. Man kann aber noch mehr tun. Man kann, wenn umweltgerechte Alternativen ausscheiden und die Fahrt mit dem Auto unvermeidbar ist, umweltbewußt Auto fahren - nämlich seine Fahrweise ändern. Verschiedene Untersuchungen belegen, daß die weithin praktizierte forsche Fahrweise drei- bis fünfmal mehr zum Gesamtverkehrslärm beiträgt und ein Drittel mehr Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen verursacht als umweltbewußtes Fahrverhalten.
Umwelterziehung in der Fahrausbildung Fahrern mit mehrjähriger Fahrpraxis gelingt es auch bei Einsicht und gutem Willen vielfach nur unzureichend, ihre Fahrweise zu ändern, alte Verhaltensgewohnheiten abzulegen und neue, umweltverträgliche anzunehmen. Um so wichtiger ist es, daß Fahranfängern nicht nur frühzeitig das nötige Wissen über den Problemkreis Auto/Umwelt vermittelt, sondern ab Beginn ihrer Ausbildung zugleich die nach neuestem Kenntnisstand umweltschonendste Fahrweise antrainiert wird. Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß Fahrlehrer die postulierte Fahrweise ihren Fahrschülern auch tatsächlich vermitteln können, war Hauptziel des vom Umweltbundesamt geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Erziehung zu umweltbewußtem Fahrverhalten in der Fahrausbildung“, das - als Teil des schon seit 1985 an der Arbeitsstelle für verkehrspädagogische Forschung und Lehre der Technischen Universität Berlin laufenden Projekts "Erziehung zu umweltbewußtem Fahren" durchgeführt - die Ausarbeitung des nun vorliegenden Curriculums ermöglichte. Das Theorie-Curriculum - ein Angebot Das Theorie-Curriculum enthält in seiner aktuellen Fassung sechs Unterrichtseinheiten. Themen sind u.a.:
Die vorliegende Sammlung von Unterrichtseinheiten wird kaum vollständig in den - für künftige Pkw-Fahrer nur 14 Doppelstunden umfassenden - Theoriezyklus der Fahrschulen aufgenommen werden. Es bietet sich daher an, sie bei umwelterzieherischen Bemühungen anderer Bildungsträger zu nutzen.
Verstärkte Bemühungen der Schule, Jugendliche auf eine vernünftigere Teilnahme am motorisierten Individualverkehr vorzubereiten, sind ebenso geboten wie die Verzahnung der von Schule und Fahrschule nur gemeinsam zu leistenden verkehrsbezogenen Umwelterziehung.
Quelle: Gemeinnütziges Institut für Verkehrspädagogik e.V. |








